Suche
Suche Menü

ARD und ZDF schaden dem deutschen Film – Unnötige Kooperationsverbote verhindern Filmerfolge

Anlässlich des Filmfestes München kommentiert der Verbandsvorsitzende Otto Kettmann den aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission, Product Placement weiter aufzuwerten und kritisiert die starre Haltung der öffentlich-rechtlichen Sender zu diesem Thema.

Die Europäische Kommission hat im jüngsten Vorschlag zur Revidierung der Medienrichtlinie das Instrument Product Placement aufgewertet. Dies zeigt die Bedeutung, die Kooperationen zwischen Werbewirtschaft und Produktionsfirmen für den Film- und Fernsehmarkt haben. Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht des Verbandes für Product Placement völlig unverständlich, dass ARD und ZDF bis heute die Nutzung des Instrumentes nahezu unmöglich machen.
Otto Kettmann, Vorsitzender Verband für Product Placement e.V.: „Der Umgang mit Marken in TV-Filmen der ARD und ZDF hat schon paranoide Züge. Dies können die Sender für sich auch frei entscheiden. Dass sie die panikartige Scheu der Kinolandschaft aufzwingen, schadet dem deutschen Film.“
Grundsätzlich respektiert der Verband die Freiheit der öffentlich-rechtlichen Sender, die eigenen Werberichtlinien festzulegen. Wir halten aber die sinnlose Übertragung der Richtlinie auf die Koproduktionen mit deutschen Kinofilmen für völlig überzogen. Hier missbrauchen die Sender ihre Marktmacht. Sie sind an weit über der Hälfte der deutschen Kinofilme als Koproduzenten und in anderer Form beteiligt. Mit ihrem Verbot des Product Placement schränken sie die Möglichkeiten von Produzenten, mit Drittmitteln Filme besser zu finanzieren massiv, ein. Dies schadet dem Film schon während der Produktion.
Der Schaden wird noch größer in der Verwertungsphase. Werbung ist heute für Filme ein wesentlicher Baustein des Erfolges. Durch das Verbot des Product Placement ist es für Produktion und Verleiher nahezu unmöglich, Firmen für Promotionkooperationen zu gewinnen und so die Bekanntheit von Filmen deutlich zu steigern. Dadurch entsteht ein massiver Wettbewerbsnachteil gegenüber US-amerikanischen Produktionen.
Dieses Verhalten ist umso unverständlicher, als die Sender seit der Liberalisierung von Product Placement im Jahr 2010 regelmäßig Kinofilme (aus den USA oder Frankreich) ausstrahlen, die Product Placement enthalten und so auch angekündigt werden. Der Verband für Product Placement fordert, dass hier ARD und ZDF mit Blick auf den Erfolg des deutschen Kinofilms ihre restriktive Handhabe aufgeben. Produzenten und Product Placement Firmen müssen freie Hand in der Zusammenarbeit erhalten.

Link zur RICHTLINIE 2010/13/EU (Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste):
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2010:095:0001:0024:DE:PDF

Link zum aktuellen Änderungsvorschlag der Richtlinie:
https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/proposal-updated-audiovisual-media-services-directive

 

Kontakt für weitere Informationen bzw. für die Vereinbung eines Interview-Termins:

Verband für Product Placement
Sandra Freisinger-Heinl
Pressesprecherin
http://www.placementverband.de/kontakt/

Mobil: +49 171 689 10 78

 

Bewerten Sie diesen Beitrag